02.09.2020
Seit gestern haben wir hochoffiziell Herbst, denn gestern begann der meteologische Herbst, der astronomische Herbst beginnt erst mit der Tag- und Nachtgleiche, das ist dieses Jahr der 22. September. Und um das Ganze noch ein bisschen verwirrender zu machen, der phänologische Herbst (der Frühherbst) beginnt mit der Blüte der Herbstzeitlosen, der Reife von Holunder und Rosskastanie. Mein persönlicher Herbst beginnt mit der Veränderung der Morgenluft um den 17. August herum, und der Tatsache, dass das tägliche Giessen deutlich abnimmt.
06.09.2020
10.09.2020
Ein paar Tropfen Regen gibt es heute vormittag. Aber, es ist besser als nichts. Alles scheint trotz der geringen Menge ein wenig durchzuatmen. Aber ab heute nachmittag wird schon wieder Trockenheit und zunehmend Sonne erwartet. Ich wünsche mir eine Woche lang Regen, einen schönen durchdringenden, nicht zu heftigen Landregen, der die abgesackten Wasserspeicher wieder auffüllt.
Jetzt ist die Zeit, um Samen für das nächste Jahr zu sammeln. Die historischen Tomaten, die ein Discounter meines Vertrauens im Frühjahr anbot, möchte ich zum Teil weitervermehren.Die Sorte Black Krim, die bei mir gar nicht schwarz wurde, schmeckt sehr gut. Die ist auf jeden Fall dabei. Und die Hellfrucht, die offenbar unregelmässiges Giessen, Trockenheit, zu engen Stand, alles locker wegsteckt und wunderschöne rote, ebenmässige, schmackhafte, kerngesunde Früchte liefert. Und natürlich die „gelbe Johannisbeere“, eine Wildtomate. die schon im 3. Jahr im Garten wächst und mit der ich jeden Tomatensalat ein wenig aufpeppe. Sie ist wie die Hellfrucht ebenfalls völlig unbeeindruckt von Wetterkapriolen, unregelmäßigem Giessen und allem, was man so falsch machen kann.
17.09.2020
Es ist immer noch zu trocken, zwar hat sich der Rasen ein wenig erholt durch den morgendlichen Tau, aber alles andere muss nach wie vor kräftig gegossen werden. Ich sammle weiter fleissig Saatgut, vor allem von den Tomaten, die dieses Jahr so reichlich wie nie Früchte tragen. Der trockene heisse Sommer und Herbst hat ihnen gut getan. Einige Stauden müsste ich teilen – die Monarde z.B. und auch die Astern, aber der Boden ist noch viel zu hart. Eigentlich wollte ich auch die Lavendelheide (Pieris japonica) umsetzen, sie steht viel zu sonnig, aber der Boden ist viel zu trocken. Aber Regen ist nicht in Sicht.
20.09.2020
Heute habe ich meine beiden Terrassenhochbeete neu bepflanzt mit Mausohrsalat, Endivien und Ruccola. Und ein paar Knoblauchzehen habe ich noch dazwischen gesteckt. Zum Vorbereiten der Hochbeete habe ich dann noch ein paar Küchenabfälle – Möhrenschalen, Gurkenschalen, Zucchinischalen, Nussschalen … – dazwischen geworfen und untergegraben. Und beim Untergraben tauchten dann die Engerlinge des Rosenkäfers auf, die jedes Jahr die Terrasse unsicher machen. Rosenkäfer sind völlig harmlos, das Gefährlichste an ihnen ist, dass sie offenbar schlecht fliegen können und gerne meinen Kopf ansteuern. Heute habe ich mal gefilmt, wie schnell sich die kleinen Kerle wieder einbuddeln.
Die Fingerhüte, die dieses Jahr überraschend aufgetaucht sind, haben fleissig Samen gestreut. Einige werde ich an geeignete Stellen im Garten umpflanzen, denn das Hochbeet ist kein geeigneter Standort.